Unterwegs

[Unterwegs] Wald, Seen, Sonne – einmal den Kopf freipusten lassen

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Gestern haben der Lieblingsmann und ich uns den App Komoot runtergeladen und nach schönen Routen in unserer Nähe gesucht. Wir haben direkt eine tolle Strecke entdeckt und uns vorgenommen, diese irgendwann demnächst mal zu gehen. Heute Morgen war es dann plötzlich viel schöner als erwartet: Der Himmel war strahlend blau, die Sonne schien und die -1 Grad fühlten sich viel wärmer an. Ich hatte schon knappe 2 Stunden im Homeoffice gearbeitet und so sind wir dann ganz spontan direkt morgens losspaziert.

Ich liebe das. Ich liebe den Wald, auch wenn er jetzt noch recht kahl ist. Ich liebe die frische, kühle Luft am Morgen. Ich liebe die Sonne. Und ich liebe es, mich draußen zu bewegen. Der Tapetenwechsel hat mir unglaublich gut getan.

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag!

Dies und Das

[Dies und Das] Kunterbuntes Glücksgedöns – Von neuen Gesellschaftsspielen, fleißigen Bienchen und kleinen Auszeiten

Aktuell ist es nicht immer leicht, das Positive zu sehen. Auch wenn ich mir sehr oft bewusst mache, wie gut es mir eigentlich noch geht, ist die Situation angespannt, ungewohnt und ungewiss. Gerade die Ungewissheit beschäftigt aktuell viele Menschen, habe ich das Gefühl. Nichtsdestotrotz: Auch in Zeiten des Kontaktverbots kann man das Schöne im Alltäglichen sehen.

Wie immer möchte ich gerne wissen:
Was habt ihr in den letzten Tagen Schönes erlebt?
Was waren eure Highlights in dieser ansonsten schwierigen Zeit?

Neue Gesellschaftsspiele

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Ich gebe zu: Vielleicht habe ich da beim Kauf von neuen Gesellschaftsspielen etwas übertrieben. Vielleicht habe ich ein paar Gesellschaftsspiele gehamstert. 😀 Aaaaber irgendwie muss man doch kompensieren, dass man sonst gerade nicht richtig einkaufen kann. Zwei von den neuen Spielen haben wir auch schon ausprobiert und für wirklich sehr gut befunden (Claim und Shadows Amsterdam), Flügelschlag wollen wir nachher noch probieren, da will ich mich aber erst noch in die Spielanleitung einlesen.

Dazu passend habe ich einen Blogbeitrag zu Gesellschaftsspielen verfasst, die man gut zu zweit spielen kann. Da werden die nächsten Teile in den nächsten Tagen folgen.

Fleißige Bienchen

Unsere Bienchen sind jetzt so richtig aktiv. Ich gehe mehrmals am Tag raus und beobachte das rege Treiben. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die kleinen Tierchen anfangen, die Niströhrchen zu bestücken, wie sie umeinander rum fliegen, eifrig Pollen und Nektar sammeln.

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Ich hoffe, alle meine Bienen überstehen die nächsten kalten Tage. Zum Glück haben wir das BeeHome an der Hauswand angebracht. Ich hoffe, etwas von unserer Hauswärme strahlt auf ihr Haus ab.

Kleine Auszeiten

In dieser Woche habe ich im Homeoffice wirklich gut was geschafft. Einige Aufgaben, für die ich im Alltag immer keine Zeit hatte, sind nun endlich erledigt. Mir kommt es sehr zu Gute, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann. So sitze ich in der Regel gegen 6 Uhr morgens am Schreibtisch. Das ist einfach meine produktivste Zeit.

Und dennoch haben der Herzensmann und ich es geschafft, uns möglichst viele kleine Auszeiten zu nehmen. Wir haben – wie gesagt – sehr viel gespielt, wir gehen regelmäßig spazieren und am Freitag haben wir nachmittags das traumhafte Wetter genutzt und gegrillt. Im T-Shirt! ❤

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Gestern Morgen war es übrigens bei uns auf der Terrasse so warm, dass ich mich morgens um 9 Uhr mit einem Kreuzworträtsel raus in die Sonne setzen konnte. Hach! Das sind Glücksmomente!

Um dem Lagerkoller möglichst lange zu entgehen, versuche ich mir auch bewusst Zeit für mich alleine zu nehmen. Ich liebe den Herzensmann und mit keinem anderen könnte ich diese intensive Zeit zu Hause so gut und gerne überstehen. Aber manchmal brauche ich dann auch ganz klar Zeit für mich. Also habe ich mir ein Hörbuch angehört (später dann die Sprachnachrichten von meinen Mädels), habe mir bei Pinterest die nächste Acrylbildidee geöffnet und gemalt.

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Langsam brauche ich mal so kleine Bildleisten an den Wänden, um die Bilder irgendwo vernünftig aufstellen zu können.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine erträgliche Zeit in Woche 3.

Und ich finde es völlig legitim, wenn im Moment zwei auf den ersten Blick widersprüchliche Gefühle herrschen: „Ja, uns geht es im Vergleich zu vielen anderen noch gut!“ und „Und trotzdem fühlt sich das gerade doof an. Und trotzdem ist das alles anstrengend und beunruhigend. Und trotzdem wünsche ich mir meine Freiheiten zurück!“

Spiele

[Spiele] Spielen in Zeiten von Corona – meine liebsten Gesellschaftsspiele für zwei Personen (Teil 1)

Mein Herzensmann und ich spielen unglaublich gerne. Viele meiner Lieblingsspiele kann man aber nur so richtig gut mit drei oder mehr Spielern spielen. Aktuell sind wir aber nur zu zweit zu Hause und wollen trotzdem spielen. Also wurde der Spieleschrank (und das Angebot des örtlichen Spieleladens mit Lieferservice) durchforstet und ich möchte euch in dieser kleinen Beitragsreihe einige Spiele vorstellen, die man meiner Meinung nach sehr gut (auch) zu zweit spielen kann.

Take it easy

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Take it easy ist ein Legespiel, bei dem es darum geht, durch zusammenhängende Reihen möglichst viele Punkte zu machen. Man kann es alleine, aber auch mit insgesamt vier Personen spielen. Ein Spieler legt seine sechseckigen Plättchen mit unterschiedlichen Farbkombinationen verdeckt hin und zieht pro Zug eines der Plättchen. Nun müssen alle Spieler genau dieses Plättchen auf ihrer Vorlage platzieren, so dass möglichst durchgängige Reihen entstehen. Für jede vollständige Reihe gibt es Punkte: Eine 3er Reihe mit 4en gibt 12 Punkte, für eine 5er Reihe mit 9en gibt es 45 Punkte usw. Ich finde, dass Take it easy ein sehr kurzweiliges Spiel ist, von dem wir oft mehrere Durchgänge nacheinander spielen.

Exit-Spiele

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Exit-Spiele gibt es mittlerweile (zum Glück) unglaublich viele. Die oben abgebildeten stehen beispielhaft für sehr viele Rätsel in den Schwierigkeitsgraden Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Ich denke, das Spielprinzip ist den meisten klar. Angelehnt an Escaperooms oder ähnliche Apps funktionieren auch die Spiele nach dem gleichen Prinzip: Die Spieler befinden sich in einem Raum oder an einem Ort den sie verlassen müssen. Dies funktioniert nur, indem sie verschiedene Rätsel lösen. Hierzu müssen Hinweise ausgewertet werden, Materialien kombiniert, geschnitten, gefaltet werden. Meint man, eine Lösung für ein Rätsel gefunden zu haben, hilft die Decodierscheibe, um dies zu überprüfen. Der Herzensmann und ich spielen diese Exit-Spiele unglaublich gerne, auch wenn wir uns immer mal wieder ärgern, wenn wir nicht ohne Hilfekarte auf die Lösung irgendeines Teilrätsels gekommen sind. Den „Boah, da hätten wir auch selbst drauf kommen können!!!“-Moment kennen sicherlich alle Spieler des Spiels. Einzig und allein die Tatsache, dass man diese Spiele immer nur ein Mal spielen und dann leider tatsächlich auch wegschmeißen muss, stört uns. Trotzdem: Eine schöne Beschäftigung für einen Abend.

Die Legenden von Andor

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Die Legenden von Andor ist ein kooperatives Abenteuerbrettspiel.  Gemeinsam mit seinen Mitspielern muss man verschiedene Legenden bestreiten und das Land Andor vor den lauernden Bedrohungen retten. Es ist ein sehr kommunikatives und taktisches Spiel, das durch die verschiedenen Legenden, die zufälligen Ereigniskarten und nicht zuletzt durch seine vielen Erweiterungen nie langweilig wird. Man braucht aber ein bisschen Zeit, denn allein der Aufbau des vielfältigen Materials nimmt etwas Zeit in Anspruch. Auch die Legenden von Andor kann man mit mehreren Spielern spielen. Der Herzensmann und ich spielen es aber sehr häufig auch zu zweit. Während mehrere Spieler den Vorteil haben, dass man die unterschiedlichen Aufträge besser aufteilen und seine Charaktere etwas mehr spezialisieren kann, ist der Vorteil von nur zwei Mitspielern meiner Meinung nach, dass man sich in den Diskussionen um die Vorgehensweise nur mit einer anderen Person abstimmen muss. 😀
Angelehnt an das Basisspiel gibt es noch die Variante für zwei Spieler: „Die Legenden von Andor – Chada und Thorn“. Der Herzensmann und ich haben das Spiel bisher erst ein Mal gespielt. Mich konnte es nicht so sehr überzeugen, wie das Originalspiel.

Kreatives

[Kreatives] Acrylmalerei: Sonnenuntergang mit Palme

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Nachdem ich mit meiner Freundin bei der ArtNight war und dort den Glitzerwald gemalt habe, habe ich mir erstmal alle Utensilien für die Acrylmalerei nach Hause bestellt. Die Leinwände, die ich bestellt habe, sind ziemlich klein und dünn, aber zum Üben ganz wunderbar geeignet. Mein eigentliches Ziel war, nur einen Farbverlauf von hellgelb über rot bis hin zu schwarz zu malen. Leider habe ich beim Mischen von Dunkelrot die Wirkung von schwarz etwas unterschätzt, so dass mein Verlauf sehr schnell sehr dunkel wurde.

Damit sollte das Bild – einfach zum Üben – eigentlich fertig sein, aber dann hatte ich plötzlich die Idee, eine Palme vor den Sonnenuntergang zu setzen. Zum Glück hatte ich genügend Geduld, den Hintergrund trocknen zu lassen. Geduld ist nicht immer meine Stärke.  Ich habe mir noch kurz ein bisschen Inspiration im Internet gesucht. Wer weiß schon aus dem Kopf, wie so eine Palme eigentlich wirklich aussieht? Und dann ging’s los.

Insgesamt bin ich mit dem Bild durchaus zufrieden – insbesondere dafür, dass es mein erstes eigenes Bild ohne Anleitung und Hilfe ist.

Bücher

[Bücher] Dies sind die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2020

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Die Leipziger Buchmesse musste dieses Jahr ja leider wegen Corona ausfallen. Ob es im Herbst mit der Frankfurter Buchmesse klappen wird, steht noch in den Sternen. Nichtsdestotrotz wurden wie jedes Jahr die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis bekannt gegeben.

Mich interessieren hierbei immer vor allem die Kategorien „Jugendbuch“ und „Preis der Jugendjury“. Wer auch noch wissen wollte, welche Bücher in den Sparten „Bilderbuch“, „Kinderbuch“ und „Sachbuch“ nominiert sind, der findet die Informationen hier auf der Seite des Arbeiskreises Jugendliteratur.

Nominierungen in der Kategorie „Jugendbuch“

Von den sechs nominierten Büchern interessieren mich „Kein Teil dieser Welt“ und „Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte“ ganz besonders. Auch „Long Way Down“ klingt inhaltlich spannend, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die Versform so gerne lesen möchte.

Nominierung in der Kategorie „Preis der Jugendjury“

„Die Verlobten des Winters“ habe ich bereits gelesen. Mein bisher einziges Buch von Shusterman habe ich abgebrochen. In dieser Sparte interessieren mich vor allem die beiden Bücher zur Flüchtlingsthematik: „Junge ohne Namen“ und „Über die Berge und über das Meer“, aber auch „Wer ist Edward Moon“ klingt nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack.

Hast du schon eines der nominierten Bücher gelesen? Von welchen hast du vielleicht schon Gutes oder Schlechtes gehört? Interessiert dich einer der Titel besonders?

Haus und Garten

[Haus und Garten] Wir sind stolze Eltern von 25 Mauerbienchen

Vor knapp zwei Wochen war ich mit dem Herzensmann in einem großen Gartencenter in der Nähe. Eigentlich wollte ich dort nur nach bienenfreundlichen Pflanzen gucken. Ihr wisst ja schon, dass ich versuche, möglichst viele davon in meinen Garten zu pflanzen.  Uneigentlich lief mir dann plötzlich ein „BeeHome“ über den Weg. Eine Art Insektenhotel, zu dem man sich dann über das Internet 25 Mauerbienenkokons bestellen konnte.

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Das Ganze hat einen stolzen Preis und ich habe echt lange überlegt. Aber irgendwie konnte ich dann nicht daran vorbeigehen. Also habe ich das BeeHome gekauft und zu Hause direkt meine Mauerbienchenkokons geordert. Vier Tage später kamen diese dann per Post in Form eines kleinen Röhrchens an. Dieses Röhrchen musste man dann in die Mitte des BeeHomes stecken und warten …

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Ich bin seitdem tatsächlich täglich rausgegangen und habe nach meinen Bienchen geschaut. Zwischendurch flog eine Rote Mauerbiene durch unseren Garten und der Herzensmann und ich dachten zunächst, es wäre eine von unseren. Dafür war sie aber dann doch zu groß. Zwischendurch musste ich das Röhrchen mit den Kokons immer mal wieder richtig ins BeeHome schieben. Ich vermute, dass ein paar übereifrige Vögel daran rumgepickt und es dabei rausgezogen haben.

Gerade eben, genau eine Woche nachdem die Kokons per Post kamen, ging ich wieder einmal raus, um zu gucken, ob sich etwas tun würde. Und siehe da: Irgendwas hatte sich verändert. Durch das kleine Loch konnte man plötzlich mehr sehen. Ich bin dann ganz aufgeregt nach oben gegangen und hab den Herzensmann an der Hand nach unten gezogen. Gemeinsam standen wir vor unserem Bienenhäuschen als … plötzlich tatsächlich ein Bienchen vorsichtig den Kopf aus dem Röhrchen steckte. Es scheint noch sehr schüchtern und unsicher zu sein. Vorsichtig tastet es sich immer weiter vor, um dann doch wieder erst zurück in Sicherheit zu krabbeln. Und wir – ganz die stolzen Bieneneltern – standen aufgeregt davor. „Na komm schon, Mama und Papa sind ja da!“, lockte der Herzensmann das Bienchen. Das ließ sich davon aber noch nicht so ganz überzeugen.

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Ich muss sagen: Für mich ist das BeeHome eine tolle Investition gewesen und ich freue mich darauf, die Bienen weiter zu beobachten. In der Zwischenzeit pflanze ich weiter ganz viele Blümchen, damit die Bienchen direkt ganz viel Nahrung finden.

Dies und Das

[Dies und Das] Irgendwie scheint gerade alles belanglos

Ich hab so viele Ideen für schöne Blogbeiträge und ich habe eigentlich Zeit sie zu schreiben. Aber jedes Mal, wenn ich kurz davor bin, mir den Laptop zu schnappen, denke ich mir: „Wie belanglos sind deine Themen eigentlich gerade? Gibt es nicht gerade viel wichtigeres als deine Bienchen im Garten, als das letzte Buch oder deine Acrylbilder?“

Corona ist da und deutlich schlimmer, als ich es erwartet hätte. Ich weiß noch genau, dass mich meine Schüler vor 1-2 Monaten darauf angesprochen habe und ich ihnen gesagt habe, dass das nicht schlimm wird. Ich hätte immer gedacht, dass die Medien nur versuchen, möglichst viele Schlagzeilen zu bekommen und eigentlich nichts dahinter steckt. Und nun?

Nun sitze ich zu Hause, sage Verabredungen ab, fühle mich beim Einkaufen unwohl und stelle mir ganz viele Fragen: Wie lange wird das alles noch gehen? Werden die Menschen, die mir wichtig sind, alles gut überstehen? Welche Veränderungen wird es noch geben?

Zum Glück geht es mir aktuell gut. Ich bin noch gesund. Ich habe einen tollen Mann an meiner Seite und bin nicht ganz alleine und isoliert zu Hause. Ich bin verbeamtet und habe ein sicheres Gehalt. Und dafür bin ich dankbar.

Und dann die Frage: Darf ich auch dankbar für die Zeit sein, die ich durch Corona habe? Ich arbeite zwar im Homeoffice, aber durch die fehlenden Anfahrtszeiten und Freistunden, habe ich deutlich mehr Zeit. Zeit für mich. Zeit zum Durchatmen. Zeit, um mich zu bewegen.

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Wir haben eine neue schöne Runde zum Spazieren entdeckt

Ich glaube aber, dass es mir gut tut, mir ein Stückchen Normalität zu bewahren. Also wird es hier in den nächsten Tagen auch weitergehen. Und eigentlich freue ich mich auch darauf, von dem ein oder anderen berichten und euch viele Bilder zu zeigen.