Spiele

[Spiele] „Just One“ – Spiel des Jahres 2019

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Just One ist für mich DAS Partyspiel schlechthin. Nicht weil es so unglaublich witzig und partymäßig ist, sondern weil es schnell erklärt und schnell gespielt ist. Bei den letzten Spieletreffs mit Freunden haben wir Just One oft als Einstiegsspiel gespielt, bevor man sich einem anspuchsvolleren Gesellschaftsspiel widmet.

Just One wird kooperativ gespielt. Zu Beginn des Spiels werden 13 Karten aus dem Stapel gezogen. Reihum ist immer einer der Mitspieler der ratende. Er platziert seine Karte so auf dem Täfelchen, dass er diese Karte nicht sehen und sagt eine Zahl von 1-5. Damit legt er den Begriff fest, den die anderen Mitspieler ihm erklären müssen.

Nun schreibt jeder der Mitspieler EIN Wort (Just One!) auf seine Tafel, mit dem er einen Hinweis zu dem zu erratenden Wort gibt. Danach vergleichen alle Mitspieler ihre Tipps. Und nun kommt das Schwierige: Wenn ein Wort (oder auch nur ein Wortstamm) mehrfach vorkommt, werden alle Täfelchen mit den entsprechenden Mehrfachnennungen aussortiert. Der Rater bekommt am Ende nur Tipps zu sehen, die nur einmal vorgekommen sind. Das führt dazu, dass man gut überlegen muss: Gibt man einen sehr offensichtlichen Tipp – auch auf die Gefahr hin, dass ein Mitspieler den gleichen Tipp gibt?

Just One ist sehr kurzweilig: Um die 13 Karten zu spielen, braucht man meist nur 15-20 Minuten. Und so haben wir es schon oft erlebt, dass man sich direkt nach der ersten Runde die nächsten 13 Karten schnappt und einfach weiterspielt. Ein weiterer Vorteil ist meiner Meinung nach, dass es für so beinahe jedes Alter geeignet ist: An Weihnachten habe ich das Spiel mit der Familie des Herzensmanns gespielt: Der jüngste Mitspieler war 12 Jahre, die älteste 76 Jahre alt.

Für mich ist Just One aufgrund seiner Leichtgängigkeit zurecht Spiel des Jahres 2019 geworden.

Bücher

[Bücher] Interessante Neuerscheinungen im dritten Quartal 2020

Heute möchte ich euch gerne die Neuerscheinungen für die Monate Juli, August und September vorstellen, über die ich in den Vorschauen gestolpert bin und die ich besonders interessant finde. 🙂 Wie immer würde ich natürlich auch gerne eure Meinung hören: Welche Bücher findet ihr besonders spannend? Habe ich eine gute Neuerscheinung übersehen?

Juli

„Blacksmith Queen“ hört sich nach einem Fantasyroman mit einer starken Heldin an. Ich mag das Cover wirklich gerne. Die Autorin ist mir (vom Hörensagen) bisher nur durch ihre Romantasy-Titel bekannt – ein Genre, das ich an sich nicht so gerne lesen. Ich denke, bei diesem Buch werde ich die ersten Rezensionen abwarten.

„Ein Sommer in Sommerby“ war  im letzten Jahr eines meiner Buchhighlights. Umso mehr freue ich mich, dass eine Fortsetzung erscheint. „Zurück in Sommerby“ wird mit Sicherheit auf meiner Sommerferienleseliste laden, denn es garantiert einfach schöne, gemütliche und heimelige Lesestunden.

Der Roman „Die Erfindung der Null“ klingt vielschichtig und nicht ganz einfach zu lesen. Der Mathematiker Martin Gödeler wird eines Verbrechens verdächtigt. Während des Verhörs erzählt dieser seine Lebensgeschichte und hält dabei im Laufe des Gesprächs immer mehr die Fäden in der Hand. Die Geschichte wird auf der Verlagsseite als raffiniert konstruiert und spannend beschrieben.

August

„Cryptos“ ist das neue Buch von Ursula Poznanski, von der ich ja eigentlich fast alles gelesen habe. Auch dieser Titel klingt wieder spannend: Es geht um den Klimawandel und virtuelle Realitäten. Somit erinnert es mich ein wenig an die Eleria-Triologie, die ja auch dystopische war.

Ich habe zwar nur den ersten Band der Rabenschatten-Trilogie gelesen, aber dennoch finde ich es wichtig zu erwähnen, dass mit „Das Lied des Wolfes“ um Vaelin al Sorna erscheinen wird. Ich weiß, dass die Reihe viele Fans hat. Der erste Teil konnte mich auch begeistern, aber irgendwie war mir dann nach der Wartzeit der Wiedereinstieg zu mühsam.

Auch in „Sieben schwarze Klingen“ haben wir es mit einer weiblichen Fantasy-Heldin zu tun: Die Söldnerin Sal hat alles verloren, was sie geliebt hat. Auf Rache dürstend, bewaffnet mit einer magischen Pistole, einem Schwert namens Jeff und einer Flasche Whiskey zieht sie nun durchs Land, um ihre Feinde zu finden.

„Ich war der Lärm. Ich war die Kälte“ ist das neue Jugendbuch von Jenny Downham. Es geht um ein Mädchen mit Aggressionsproblemen auf der Suche nach Liebe und Akzeptanz. Stattdessen erfährt sie Ablehnung und Alleinsein. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Buch lesen möchte. Interessant finde ich es aber allemal.

Wirklich spannend finde ich das Thema in „Nur mit dir“. Die Hauptperson Roxanne hat nach einem traumatischen Ereignis ihr Gehör verloren. Dies nennen die Ärzte psychogene Taubheit. Jahre später passiert das Unglaubliche: Roxanne trifft einen Jungen, in dessen Gegenwart sie plötzlich wieder etwas hört – aber immer nur dann, wenn er auch wirklich in ihrer Nähe ist. Kann das sein?

„When we were lost“: ein Flugzeugabsturz, der Dschungel, 19 Jugendliche, viele Gefahren. Ich glaube, so könnte man den Inhalt des Buches bzw. des Klappentextes ganz gut zusammenfassen. Das Setting an sich ist nicht neu. Man darf auf die Umsetzung gespannt sein.

Mit „Der Kinderflüsterer“ gelang Alex North hier in Deutschland der große Durchbruch. Den Titel habe ich allerdings nicht gelesen, da mich der Klappentext nicht zu 100% ansprach. Nun ist mit „Der Schattenmörder“ ein neues Buch des Autors erschienen. Die Handlung klingt nicht bahnbrechend neu, aber fesselnd. Da ich aktuell sehr gerne Thriller lese, werde ich mir diesen hier wohl merken.

Mit ihrem neuesten Werk „Aus schwarzem Wasser“ scheint sich Anne Freytag scheinbar ein bisschen von ihren bisherigen Jugendbüchern abzuwenden und mehr in Richtung Jugendthriller zu gehen. Die Handlung hört sich unglaublich spannend an, das Cover mag ich auch sehr. Dieses Buch ist auf meiner inneren Merkliste sehr weit oben.

Ich lese unglaublich gerne Geschichten über Menschen, über besondere Charaktere mit Ecken und Kanten, die man ins Herz schließen kann. „Dieses entsetzliche Glück“  scheint ein Buch zu sein, dass mir in dieser Hinsicht besonders gut gefallen könnte. Die Autorin beschreibt das Leben von fünfzehn unterschiedlichen Menschen in einer Kleinstadt.

September

„Der Winter des Bären“ scheint ein Kinderfantasybuch der ganz besonderen Art zu sein: Mila lebt im Eldbjørn-Wald, in dem seit Jahren Winter herrscht. Sie und ihre drei Geschwister trotzen diesem gemeinsam. Doch dann verschwindet Milas jüngerer Bruder. Die Schwestern tun alles, um ihren Bruder mit Hilfe des Zauberers Rune zu retten.

Linda Mullaly Hunt ist seit „Wie ein Fisch im Baum“ auf meiner inneren Will-ich-lesen-Liste! Mit „Wie man den Wind aufhält“ wartet eine neue Geschichte auf mich, auf die ich mich sehr freue. Es geht um Freundschaft, Familie und Identität. Um das Gefühl geliebt zu werden, um große Gefühle wie Wut und Trauer. Für mich ein absolutes Must Read!

„Dein Leben gehört dir, nicht einer App“ – Doch was tut man, wenn es eine App gibt, die einem das Schicksal vorhersagt? Und wenn man dieses Schicksal partout nicht annehmen möchte? „Play“ von Tobias Elsäßer geht diesen Fragen nach. Das hört sich spannend und sehr aktuell an.

„Heldenblut“ ist der vierte Teil der „The First Empire“-Reihe von Michael J. Sullivan. Während mir die ersten beiden Bände richtig gut gefallen haben, konnte mich der dritte Teil nicht mehr komplett überzeugen. Mal gucken, ob ich den vorletzten Band noch lesen werde. Vermutlich aber schon, dafür bin ich eigentlich zu neugierig.

„The Age of Darkness: Feuer über Nasira“ ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe, die mit den Worten »Katy Rose Pool kombiniert liebenswerte Figuren, eine wunderbar plastische Welt und einen komplexen Plot … und schafft daraus eine Geschichte [mit]unaufhaltsamem Sog [bis] zum explosiven Ende.« angepriesen wird. Das hört sich so gut an, dass ich das Buch auf jeden Fall im Blick behalten werde.

Auch „Der Orden des geheimen Baumes“ ist der Auftakt zu einer Fantasy-Reihe: Die Welt wird von Frauen regiert: Königinnen, Magierinnen und Drachenreiterinnen sind an der Macht.  Doch dann bedroht ein riesiger Drache aus der Vergangenheit diese Welt und drei Heldinnen müssen zusammenarbeiten, um die Menschheit zu retten.

Seitdem der Zirkusdirektor gestorben ist, möchte die Elefantendame Lucille nicht mehr auftreten. Doch was tun, wenn der Elefant nun mal die Hauptattraktion des Zirkus ist? Die Geschäftsfrau Lise muss schnell handeln und so setzt sie sich eine ganze Nacht zur trauernden Elefantendame und erzählt – erzählt Dinge, die sie noch nie jemandem erzählt hat. „Die Kunst, einen Elefanten zum Tanzen zu bringen“ klingt nach einem schönen und besonderem Buch.

„Blutsfreunde“. Das neue Buch von Kristina Ohlsson. Der dritte Band der Martin-Benner-Reihe. Will ich lesen. Werd ich lesen. Mehr muss man dazu nicht sagen. Kristina Ohlsson ist eine meiner liebsten Thriller-Autor*innen.

Veronica Roth ist sicherlich vielen Lesern durch ihre Divergent-Reihe („Die Bestimmung“) ein Begriff. Ihr neues Buch, das passenderweise auch das Wort ‚Bestimmung‘ im Untertitel hat, stellt den Auftakt zu einem Urban-Fantasy-Zweiteiler für Erwachsene dar. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich „Die Erwählten: Tödliche Bestimmung“ lesen möchte und warte erstmal ein paar Meinungen dazu ab.

Unterwegs

[Unterwegs] Heerser Mühle in Bad Salzuflen

Am Sonntag waren der Herzensmann und ich das erste Mal auf dem schönen Gelände der Heerser Mühle – einem Umweltzentrum in Bad Salzuflen. Auf einer Fläche von etwa 30 Hektar findet man die unterschiedlichsten Gärten und Wiesen, ein kleines naturnahes Amphitheater, einen Bach, ein Café, einen großen Spielplatz und einfach jede Menge Natur!

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Der Herzensmann und ich gehen einfach gerne durch die Natur, wir mögen es, Blumen anzugucken, uns an summenden und brummenden Insekten zu erfreuen und vielleicht noch ein bisschen Inspiration für den eigenen Garten zu bekommen. Was mir am Gelände der Heerser Mühle besonders gut gefallen hat, ist, dass alles sehr liebevoll, aber sehr naturnah gestaltet wurde.

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Der schön angelegte Apothekergarten ganz am Anfang  ist genauso schön anzusehen wie die etwas wilderen Ecken und die Schmetterlingswiesen.

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Neben dem Erleben der Natur steht auch die Vermittlung von Wissen im Fokus: Wie kann man die Natur schützen? Welche Nisthilfen gibt es für Inseketen? Warum ist Totholz so nützlich? Welche Wildbienen gibt es?

Kleine schattige Ecken, aber auch die Beschriftung von Pflanzen, zum Beispiel in dem extra „Riechen und Schmecken“-Garten sind mit Naturmaterialien gestaltet, wie hier zum Beispiel auf den Holzscheiben. Im Apothekergarten waren es Schiefertafeln.

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In einem der vielen kleinen Gärten auf dem sehr verwinkelten Gelände gibt es auch ein bisschen „Kunst“ zu sehen – und zwar im Recycling-Garten. Das hat zwar nicht so ganz unseren Geschmack getroffen, aber das muss ja nichts heißen. Das Farbenspiel dieses kleinen Kakteen-Gewächshauses hat mir dann wiederum sehr gut gefallen.

Insgesamt sind wir etwas mehr als eine Stunde durch das Umweltzentrum geschlendert. Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, dort nochmal mit etwas mehr Ruhe und Zeit hinzugehen. Zahlreiche Bänke und Nischen laden zum Verweilen ein. Ich glaube, dass dies ein Ort der Ruhe und Entspannung für mich sein kann. Auch das Café sah wirklich sehr gemütlich aus. Heute wurde die Ruhe zum einen durch einen Freiluftgottesdienst und zum anderen durch eine Gruppe feiernder Leute leider etwas gestört. Trotzdem bleibt für mich der Eindruck: Die Heerser Mühle ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wer noch mehr über die Heerser Mühle erfahren oder vielleicht sogar Mitglied im Förderverein werden möchte, findet hier noch weitere Informationen.

Bücher

[Bücher] Geschlechterverteilung in meinem Bücherregal

Immer wieder stolpere ich in den sozialen Medien über Aktionen, die Autorinnen in den Vordergrund rücken sollen, da sie auf dem Buchmarkt als deutlich unterrepräsentiert wahrgenommen werden. Ich habe mich mit dem Thema viel zu wenig beschäftigt, um dazu eine fundierte Meinung oder auch nur einen kleinen Eindruck zu haben. Ich kaufe, meiner Meinung nach, ohne auf das Geschlecht des Autors / der Autorin zu achten und möchte das auch weiterhin so tun. Ich möchte die Bücher lesen, bei denen mich das Cover oder der Klappentext anspricht, die ich empfohlen bekommen oder über die ich Gutes gelesen habe. Das soll an dieser Stelle nicht heißen, dass ich solche Aktionen nicht gut und sogar wichtig finde.

Mich hat aber vor allem eins interessiert: Wie sieht es denn in meinen Bücherregalen aus? Gibt es dort eine eindeutige Geschlechtervorherrschaft? Ganz im Allgemeinen? In einzelnen Genres? Also habe ich gezählt, gezählt und nochmal gezählt. 😉

Geschlechterverteilung im Bücherregal

Kurz vorweg: Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viel aussortiert. Jetzt im Haus (und mit dem nächsten Umzug in weiter Ferne) werde ich sicherlich insgesamt wieder mehr Bücher in meine Regale stellen können.

Was fällt nun bezüglich der Geschlechterverteilung auf: Im Fantasybereich dominieren eindeutig die Männer in meinem Regal. Das hätte ich auch vorab so vermutet. In diesem Genre kommen vor allem Bücher von Autoren auf den Markt. Im Jugendbuch sieht es anders aus: Hier habe ich doppelt so viele Bücher von Frauen als von Männern in meinem Regal stehen.

Interessant fand ich auch die letzten drei Regale, die ich durchgesehen habe. Insbesondere nach dem Zählen der Thriller und ungelesenen Bücher habe ich mir gedacht: „Das glaubt dir doch so keiner!“, aber tatsächlich war da das Geschlechterverhältnis sehr ausgewogen. Im Thrillerbereich hätte ich auch noch mehr Männer vermutet.

Insgesamt habe ich übrigens mehr Bücher von Frauen (200) als von Männern (178) in meinen Regalen stehen, was sicherlich vor allem daran liegt, dass ich überdurchschnittlich viele Jugendbücher besitze.

Spannend wäre es auch nochmal zu erheben, wie viele einzelne Autoren und Autorinnen in meinem Regal vorkommen. Es könnte sein, dass es einen Unterschied macht, ob ich wie jetzt alle Bücher von Alexey Pehov einzeln zähle und werte (das waren übrigens neun) oder den Autor als einen männlichen Autoren zähle. Um das zu überprüfen, bin ich aber gerade zu zählfaul.

Ich werde übrigens dabei bleiben: Ich lese weiterhin, was mich anspricht – unabhängig vom Geschlecht des Autors / der Autorin. Ich bin aber auf jeden Fall offen für Empfehlungen von Fantasy-Autorinnen. Da habe ich tatsächlich bisher gerade im High-Fantasy-Bereich auch noch keinen so großen Fundus.

Haus und Garten

[Haus und Garten] Hummelliebe

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Hummel auf einem Löwenmäulchen

Aktuell ist es um unsere Bienchen etwas ruhiger geworden. Mauerbienen leben nur wenige Wochen. In dieser Zeit haben die Solitärbienen dann Eier gelegt, aus denen Larven schlüpfen, so dass im nächsten Frühjahr die nächste Generation Wildbienen unseren Garten bevölkern kann.

Die ein oder andere Biene fliegt natürlich immer noch von Blüte zu Blüte, da die unterschiedlichen Wildbienen zu ganz verschiedenen Monaten leben. Im Moment besiedeln allerdings vor allem Hummeln unseren Garten. Ich mag diese pelzigen, gemütlich summenden und friedfertigen Insekten sehr gerne.

Hummeln bilden Sommerstaaten

Hummeln bilden sogenannte Sommerstaaten. Das bedeutet, dass das eigentlich Hummelvolk nur einen Sommer lang lebt. Im Frühjahr erwacht die im letzten Jahr begattete Königin und sucht sich ein Nest, zum Beispiel im Totholz, Mäuselöchern usw. Dann beginnt sie ihren Staat auf zu bauen, legt die ersten Eier. Am Ende des Sommers überlebt dann nur die neue Königin. Der Rest des Volkes, inklusive der alten Königin stirbt.

Was kann man tun, um Hummeln zu unterstützen

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Hummel am Zauberglöckchen

Zunächst einmal das offensichtlichste: Um Hummeln zu unterstützen, sollte man einen möglichst blütenreichen Garten haben. Es ist aber genauso wichtig, den Hummeln einen Nistplatz zu ermöglichen. Das bedeutet, dass es eben auch etwas wildere Ecken zum Beispiel mit Totholz geben darf. Ich mag Ordnung – auch im Garten. Deswegen fällt es mir eher schwer, naturnahe Gartenecken zu haben. Der Herzensmann und ich haben uns dafür zwei Kompromisse überlegt: Zum einen haben wir vor dem Haus ein Wildblumenbeet. Hier werden wir kein Unkraut jäten, nichts mähen oder herunterschneiden. Zum anderen ist unser Garten von einer Hecke umgeben. Am Grund der Hecke wuchert Efeu. Sehr unordentlich. Trotzdem darf der Efeu dort genauso bleiben, wie er ist. Auch die abgestorbenen Blätter und Äste der Hecke werden nicht weggesammelt. Ich hoffe so der ein oder anderen Hummel einen Unterschlupf bieten zu können.

Besonders nektarreiche Blumen

Auf der Seite des Nabu Niedersachsens findet man neben vielen anderen Tipps einige Pflanzenarten, die besonders für Hummeln geeignet sind. Manche davon, insbesondere den Borretsch haben wir an allen möglichen Ecken gesät. Man muss dazu sagen: Borretsch ist (meiner Meinung nach) wirklich hässlich. 😀 Aber wir hatten vorher gelesen, dass der Borretsch besonders viele Pollen und Nektar enthält. Außerdem blüht er auch noch im September. Wir versuchen auch, den Hummeln und Bienen an möglichst vielen Monaten im Jahr Blüten und somit Nahrungsquellen zu bieten.

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Diese Pflanzen mögen unsere Hummeln besonders gerne: Borretsch, Mohn, Skabiosen, Salbei und Thymian
Spiele

[Spiele] Dixit – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

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Heute möchte ich euch endlich mal eines meiner absoluten Lieblingsspiele vorstellen: „Dixit – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Dixit ist ein Gesellschaftsspiel, bei dem eine genaue Beobachtungsgabe, Kreativität und Empathie nötig ist, um zu gewinnen. Wobei das Gewinnen bei diesem Spiel meiner Meinung nach nebensächlich ist – und ich bin jemand, der wirklich gerne gewinnt. 😀

Das Spiel an sich ist recht einfach erklärt. Jeder Spieler (es müssen mindestens drei sein) hat sieben Bildkarten auf der Hand. Reihum  ist jeder der Erzähler. Der Erzähler sucht sich eine seiner Handkarten aus und sagt etwas dazu. Das kann ein einfacher Satz, nur ein Wort, sogar nur ein Geräusch sein. Es kann eine Songzeile oder ein Filmtitel sein. Der Kreativität ist dabei keine Grenzen gesetzt.

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Nun suchen alle Mitspieler von ihren Handkarte eine Karte aus, die am besten zu dem passt, was der Erzähler gesagt hat. Der Erzähler mischt alle gespielten Karten (also jeweils eine von jedem Mitspieler und seine eigene) und legt sie auf dem Tisch aus. Nun müssen alle Spieler mit Hilfe eines Zahlenplättchens raten, welche Karte tatsächlich vom Erzähler stammt.

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Hier hat der Erzähler die Worte „Damit hätte ich an dieser Stelle nicht gerechnet“ gewählt . Die anderen Mitspieler (hier vier weitere) haben jeweils eine Karte dazugelegt. Nun müssen alle Spieler (außer dem Erzähler) herausfinden, welche der fünf ausliegenden Karten vom Erzähler stammt.

Punkte für die Mitspieler gibt es zum einen, wenn es ihnen gelingt, die Karte des Erzählers richtig zu raten. Zum anderen erhält man einen zusätzlichen Punkt für jeden Tipp auf die eigene Karte, also wenn ein weiterer Mitspieler die Karte eines anderen für die des Erzählers gehalten hat.

Und nun wird es kniffelig: Der Erzähler bekommt nur dann Punkte, wenn mindestens einer, aber nicht alle Mitspieler richtig auf seine Karte getippt haben. Er muss also bei der Beschreibung seiner Karte eine gute Mischung zwischen genau und nicht zu genau finden. Das ist gar nicht mal so einfach.

Das sagt der Herzensmann zum Spiel

Dixit ist ein unterhaltsames und fantasievolles Spiel mit liebevoll gestalteten Karten.

(Vielleicht ist der Herzensmann gerade etwas wortkarg. Vielleicht hat er es damit aber auch einfach auf den Punkt gebracht. 😀 )

Für Dixit gibt es zahlreiche Erweiterungen und verschiedene Grundspiele. Wir haben mittlerweile zwei Grundspiele und zwei Erweiterungen. Einfach weil ich die Bilder so schön finde. ❤

Bücher

[Bücher] „Annies Welt: 3×3 Gründe, glücklich zu sein“ von Jospehine Angelini

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Annie ist die jüngste von insgesamt neun Geschwistern. Das Nesthäkchen. Aufgezogen wurde sie von ihren älteren Schwestern. Ihre Mama hatte dazu keine Zeit und auch keine Kraft. Zwerg oder Winzling wird Annie oft genannt, weil sie so klein und zart ist. Das liegt daran, dass meistens nicht genügend Essen im Haus ist. Manchmal nennen ihre Schwestern sie aber auch Kotzkröte (weil sie sich so viel übergeben muss) oder Hohlbirne. Dabei ist Annie gar nicht hohl. Sie hat nur Schwierigkeiten mit dem Lesen. Und außerdem zählt sie ständig alle möglichen Dinge. Das beruhigt sie.

„Als ich nach Hause komme, merke ich sofort, dass Ärger in der Luft liegt. Es ist kein Geruch, kein Geschmack oder so. Man kann es nicht sehen oder hören und doch ist es überall. Es gibt keine Warnzeichen dafür, wenn meine Mutter mal wieder kurz vor dem Ausrasten ist, trotzdem sind wir alle in ständiger Alarmbereitschaft, immer auf der Lauer nach etwas, das man nicht mit der Nase, den Augen oder den Händen wahrnehmen kann.“ (S. 137)

Zum Glück hat Annie in der Schule tolle Mitschüler. Sie ist in einer Klasse für besonders begabte und kreative Kinder. Jordan ist ihr bester Freund. Er sagt oft nicht viel, aber Annie weiß eigentlich immer, was er denkt und fühlt. Sie weiß aber auch, dass sie anders ist als ihre Mitschüler. Und deswegen darf auch weder Jordan noch Kristin jemals erfahren, wie es bei ihr zu Hause ist. Wie es dort aussieht. Und wieso ihre Geschwister manchmal blaue Flecken oder lockere Zähne haben.

„Jordan zieht die Augenbrauen zusammen, als würde er sich über etwas ärgern, was ich gesagt habe. ‚Du bist gut darin, anderen Leuten ein gutes Gefühl zu geben.‘
‚Das hat aber nichts mit meinem Schicksal zu tun, Jordan. Das ist nicht wichtig.‘
Er bleibt stehen, also muss ich es auch. ‚Find ich schon‘, sagt er.“ (S. 160)

„Annies Welt“ ist traurig und schön. Gleichzeitig bedrückend und leicht. Annie selbst ist die liebenswerteste Person überhaupt. Klein, zart und dennoch nur daran interessiert, dass es allen anderen gut geht. Sie sorgt sich um ihre Schwestern und ihre Freunde. Will immer gut sein und niemanden verletzt. Auch Annies Familie ist nicht schwarz-weiß gezeichnet, denn so sind Familien nun mal nicht. In Annies Familie läuft vieles nicht rund. Schlimmer noch: Sehr vieles ist verkehrt und nicht gut. Und dennoch haben fast alle Familienmitglieder auch ihre positiven Facetten, so dass man etwas Verständnis für ihr Verhalten haben kann.

„Annies Welt“ ist das erste Kinderbuch von Jospehine Angelini, die ich übrigens auch schon mal live erleben durfte (eine sehr sympathische Frau). Ich bin wirklich begeistert, wie sich die Autorin diesem schwierigen Thema genähert und was für wundervolle Charaktere sie gezeichnet hat. Beim Lesen hatte ich mehr als ein Mal einen Kloß im Hals, aber auch ein liebevolles Lächeln auf den Lippen.  

Unterwegs

[Unterwegs] Wanderweg A1 in Bielefeld Theesen/Jöllenbeck

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Heute Morgen – zum Glück sehr früh – haben der Herzensmann und ich unsere Wanderschuhe geschnürt und sind den Wanderweg A1 in Theesen bzw. Jöllenbeck gewandert. Zum Glück sehr früh, denn kaum waren wir wieder zu Hause, fing es an zu schütten.

Gestartet sind wir in der Straße „Köckerwald“. Nachdem es dann zunächst erst durch den Wald ging, sind wir dann schon nach kurzer Zeit über einen Bach und dann quer durch die Felder gegangen. Die meiste Zeit schien die Sonne, was wirklich schön war, denn ansonsten war es nach den letzten beiden regnerischen Tagen noch ganz schön frisch.

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Ein kleines Stückchen mussten wir an einer asphaltierten Straße entlang gehen. Danach ging es dann vorbei an einem wunderschönen Bauernhof und dem Hofcafé zur Müdehorst. Ich kann mir gut vorstellen, dort im Sommer auch eine kleine Pause zu machen und gemütlich in der Sonne zu entspannen und etwas Kühles zu trinken.

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Vorbei an Wiesen und Feldern, durch kleine Wälder mit einem traumhaften Blick auf den Teutoburgerwald ging es dann in einem großen Schlenker wieder zurück zum Köckerwald und unserem Startpunkt. Zwischendurch konnten wir noch ein paar aufgehängte „Engelskarten“ entdecken. Liebevoll gestaltete Karten mit schönen Sprüchen darauf:

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Mir hat die Runde wirklich gut gefallen: Es war eine schöne Mischung aus verschiedenen Landschaften und Wegearten – insgesamt sehr abwechslungsreich. Auch die Länge war gut. Ich denke, demnächst werden wir auch mal Routen mit etwa 10 km in Angriff nehmen, aber so eine Runde kann man schön, ohne größere Vorbereitung mal am Wochenende gehen.

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Bei meinem Juni-Ziel von 300.000 Schritten bin ich übrigens ganz gut dabei: Nach 6 Tagen stehe ich (mittags) bei guten 75.000 Schritten. 🙂