[Dies und Das] Besonders geliebte Weihnachtstraditionen

Gestern war Heiligabend und es war das erste Jahr, in dem der Herzensmann und ich nicht zu unseren Familien gefahre sind, sondern den Heiligabend zu zweit in unseren eigenen vier Wänden verbracht haben. Eine Entscheidung, die insbesondere mir nicht leicht gefallen ist. Ein Weihnachten ohne meine Mama und ohne meinen Bruder? Kaum vorstellbar. Im letzten Jahr war coronabedingt schon das weihnachtliche Treffen mit meinem Vater ausgefallen. Irgendwie würde das gesellige Beisammensein doch bestimmt fehlen, so stressig die viele Fahrerei für uns sonst auch war. Allerdings hatten wir so auch die Möglichkeit zu überlegen, welche Weihnachtstraditionen, die wir aus unseren jeweiligen Familien so kennen für uns übernehmen wollten.

Für mich gehört das gemeinsame Schmücken des Tannenbaums am Heiligabend auf jeden Fall zu einer der wichtigsten Weihnachtstraditionen. Was noch? Da fiel mir etwas ein, was ich früher mit meinen Eltern immer gemeinsam gemacht habe: den Vögeln im Wald Weihnachten bereiten. Ich weiß noch genau, dass wir nach der Mittagsruhe immer gemeinsam in einen nahe gelegenen Wald gefahren sind. Meine Mutter hatte eine Beuteltasche voll mit Vogelfutter dabei: Meisenknödel zum Aufhängen und ein bisschen loses Futter in einer Dose. Und so sind wir durch den Wald spaziert und haben den Waldbewohnern eine kleine Bescherung gemacht. Nebenbei konnte man allen Menschen, denen man begegnet ist, frohe Weihnachten wünschen. Etwas, was ich auch total gerne mache.

Gestern haben der Herzensmann und ich dann also genau das gemacht und auch wenn das Wetter nicht wirklich weihnachtlich war (nieselig und viel zu warm), merke ich: Das ist eine meiner allerliebsten Weihnachtstraditionen! Ich fühle mich ja sowieso mit dem Wald sehr verbunden. Und dann zu zweit durch die Wege zu streifen, Hand in Hand, und Ausschau nach besonders geeigneten Zweigen zu halten. Nochmal ein bisschen Bewegung und frische Luft zu bekommen. Total schön! ❤

Habt ihr auch so besondere Traditionen? Was macht euch an Weihnachten besonders glücklich oder gehört einfach dazu?

10 Kommentare zu „[Dies und Das] Besonders geliebte Weihnachtstraditionen

  1. Schön, dass ihr auch zu zweit an deiner liebgewonnenen Tradition festgehalten habt!
    Bei uns ist Weihnachten immer ganz schön trubelig in der Familie – manchmal würde ich mir da fast etwas mehr Ruhe und eine kleinere Runde wünschen. Eine Tradition ist, dass wir am Nachmittag zur Andacht am Friedhof gehen, das ist auch immer so ein Ruhepool am 24.

    1. Schön, dass die Nachmittagsandacht ein bisschen Ruhe in den Tag bringt. Und es ist doch komisch: Eigentlich ist dieser Trubel ganz schön stressig, aber irgendwie gehört er mittlerweile auch dazu, oder? Oder wie geht es dir damit?

      Wir sind ja dieses Jahr nicht zur Familie gefahren und es war total gut, dass die ganze Fahrerei und das Abstimmen der Termine usw. weggefallen ist. Gleichzeitig hat das aber auch gefehlt. 😀

  2. Schön, dass ihr euch bewusst gemeinsame Traditionen schafft und diese zusammen genießt. 🙂

    Ich muss zugeben, dass ich langfristig absolut nichts von meiner Familie übernommen habe, weil mir im Laufe der Jahre bewusst geworden ist, dass viele Dinge, die in meiner Familie als „Muss“ galten, nur extra Stress verursachen und ich die Weihnachtszeit ohne diese Elemente sehr viel mehr genieße. Bei meiner Schwiegerfamilie gibt es (abgesehen von der Ente zum Weihnachtsessen, die für mich als Vegetarierin eh nicht reizvoll ist,) keine so richtigen Traditionen, dafür sehr viel gemeinsame Zeit mit Spielen und sehr viel gemütliches Beeinandersein – und das sind die Dinge, die mein Mann und ich auch so für die Feiertage planen. So werden wir zum Beispiel gleich (nachdem ich meinen Tee ausgedrunken und meine Nach-Feiertags-Kommentarrunde beendet habe) zusammen am Tisch sitzen und ein neues Puzzle anfangen …

    1. Wie schön, dass du dich da von den „Traditionen“ deiner Familie abgrenzen konntest. Ist dir das schwer gefallen? Ich finde ja das Lösen von solchen eingefahrenen Strukturen total schwer.

      Das gemeinsame Spielen hat in der Familie meines Mannes auch Tradition und ich habe gerade neulich noch gesagt, wie schön ich es finde, dass ich einen Mann gefunden habe, der genauso gerne spielt wie ich. Zuhause in der Familie früher musste ich quasi um jedes Spiel kämpfen. ;D

      Ich glaube übrigens, dass ich auch gerne noch ein Puzzle beginnen möchte. Das hab ich ewig nicht mehr gemacht, aber vielleicht gibt mein Rücken das jetzt her. 🙂

      1. Ein paar Dinge habe ich nur ungern gehen lassen z.B. für uns einen Weihnachtsbaum zu besorgen und zu schmücken. Aber mit den Katzen war das eh immer ziemlich stressig und so richtig gab es in der Wohnung auch keinen Platz dafür, weshalb es dann doch eine Erleichterung war als wir keinen mehr hatten. Die meisten anderen Traditionen habe ich aber recht leicht gehen lassen können, nachdem ich mir überlegt hatte, was ich wirklich an den Feiertagen mag und welche dieser Traditionen dazu beitragen würde …

        In meiner Familie gab es (wie bei vielen anderen auch) zu Weihnachten das Spiel des Jahres und das hat mein Vater (wenn er denn zu den Feiertagen in Deutschland war) mit uns ein paar Tage lang gespielt. Bei meiner Schwiegerfamilie gehört das gemeinsame Brettspielen einfach zum Alltag dazu (wenn denn genügend Leute Lust und Zeit haben wird halt gespielt) und das finde ich wirklich schön. 🙂

        Und? Hast du die letzten Tage mit einem Puzzle verbracht? Wir haben noch ein paar, die wir gern puzzeln würden, aber ab morgen ist der Tisch wieder mit dem Homeoffice-Kram meines Mannes belegt, so dass das wohl erst einmal nichts wird.

      2. Oh, ein Tannenbaum hätte mir auch gefehlt.

        Den Gedanken, dass man sich mal geanz bewusst fragt, was man an Weihnachten denn mag und was einem gut tut, finde ich nicht einfach, aber total hilfreich. Oft ist man ja so in den Traditionen verbändelt, dass es schwer ist, herauszufinden, wie man WIRKLICH dazu steht.

        Ahh, immer das Spiel des Jahres unter dem Baum. Das ist aber auch wirklich schön. Mein Mann würde auch gerne sämtliche Spiele sammeln. 🙂

        Ja, ich habe tatsächlich mit einem Puzzle begonnen, aber mache immer nur sehr kurze Zeit, damit der Rücken die Möglichkeit bekommt, mir rückzumelden, ob es klappt oder nicht. 😀

        Und ja: Das kenne ich auch – man braucht wirklich viel Platz zum Puzzlen.

    2. Dann hoffe ich, dass dein Rücken deine Vorsichtsmaßnahmen zu schätzen weiß und dich brav weiter puzzeln lässt! 🙂

      Wir können normalgroße Puzzle auf unserer Puzzlematte wirklich gut verstauen, sobald der Rand erst einmal steht und es ein paar Teile zum Stabilisieren gibt. Dummerweise wollten wir gerade ein paar Leihgaben machen und haben dabei entdeckt, dass die ein ungewöhnliches Format (ca. 90×34 cm) haben und das passt natürlich nicht auf die Puzzlematte. *g* Mal schauen, wie lange der Tisch noch mit dem Home-Office-Kram belegt ist …

      1. Bisher geht es zum Glück wirklich gut. Und nebenbei höre ich das Hörbuch zu „Tote Helden“ von Michael Peinkofer, damit ich mich wieder an alles erinnere und danach endlich mal den zweiten Teil lesen kann.

        Ach, ärgerlich mit der Puzzlematte. Aber solche Panoramapuzzle mache ich eigentlich ganz gerne.

        Grundsätzlich ist es ja ganz schön, wenn dein Mann die Möglichkeit des Homeoffice hat, oder? Hast du dich da mittlerweile etwas mehr mit arrangieren können?

      2. Hörbuch und Puzzeln ist auch immer eine prima Kombination! 🙂

        Ich bin sehr erleichtert, dass er bei dem aktuellen Projekt im Homeoffice arbeiten kann (angesichts der aktuellen Inzidenzen bin ich froh, wenn keiner von uns mit anderen Menschen Kontakt haben muss), aber gewöhnt habe ich mich noch nicht daran. Was vielleicht auch daran liegt, dass er sich gerade sehr viel ärgert bei der Arbeit und so habe ich das Gefühl, dass er jedes Mal, wenn ich mich gerade auf etwas konzentrieren will, ins Wohnzimmer gestapft kommt und sich Luft machen muss. Ich verstehe, dass er da was loswerden muss und dass da gerade die Kollegen fehlen, mit denen er sonst im Büro zusammensitzt, aber für meine Arbeit ist das nicht gerade ideal. *g*

        In dieser Woche bin ich aber mit einem meiner Aufträge gut voran gekommen, indem ich meine Arbeit „einfach“ in die Nacht verlegt habe. Solange mein Mann bereit ist den gesamten Vormittag über eventuelle Anrufe, Paketboten usw. zu verwalten, so dass ich schlafen kann, bekommen wir das so vielleicht irgendwie hin.

      3. Oh Mann, das scheint ja echt keine einfache Kombination zu sein. Das hört sich nach wirklich angespannten Nerven an. Ich drücke euch fest die Daumen, dass ihr gut durch die nächsten Wochen kommt und sich irgendwann, wann auch immer, die Situation etwas mehr entspannt. *drück*

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