Unterwegs

[Unterwegs] Streifzug durch den Köckerwald Bielefeld (Beckendorfer Mühlenbachtal)

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Neulich schon habe ich von der App Komoot berichtet, mit der wir neuerdings gerne wandern. Über diese App haben wir auch das schöne Gebiet des Köckerwalds bzw. des Beckendorfer Mühlenbachtals gefunden. An sich ist dieser Waldstreifen nicht breit, er ist aber sehr verzweigt, so dass man problemlos längere Spaziergänge auf immer neuen Wegen machen kann.

Die Untergründe sind sehr unterschiedlich: Von einigermaßen gut ausgebauten Hauptwegen bis verschlungene kleine Nebenwege, auf denen man schon mal ein paar Kletterabenteuer erlebt, findet man hier alles. Mir sind ja die kleinen Nebenwege am liebsten. Ich mag es, wenn der Weg an sich etwas anspruchsvoll ist.

Auch der ca. 8 km lange Rundwanderweg A1 des Heimatvereins Jöllenbeck führt zum Teil durch dieses Gebiet. Diesen sind wir bei unserer Wanderung nur zum Teil gegangen. Wir können uns aber sehr gut vorstellen, dem Weg demnächst auch mal komplett zu folgen.

Es ist immer wieder schön, so tolle Wander- und Spaziergehgebiete und damit den Wald, die Natur und das Vogelzwitschern in der Nähe zu haben. ❤

Bücher

[Bücher] Interessante Neuerscheinungen im zweiten Quartal 2020

Auch für das zweite Quartal möchte ich euch die Neuerscheinungen vorstellen, die mich besonders angelächelt haben. Ich stöbere immer sehr gerne in den Vorschauen der Verlage, notiere mir Titel und Erscheinungsdaten. Nur um dann doch nicht genügend Lesezeit zu haben, um all die tollen Titel auch wirklich lesen zu können. 😀 Aber ich weiß, dass es sie gibt, und allein das macht mich schon ein bisschen glücklich.

April

Caleb, Hauptperson und Ermittler in „No Sound – Die Stille des Todes“, ist gehörlos. Dies verschafft ihm vermeintlich einen Nachteil. Tatsächlich aber hat er dadurch bei seinen Ermittlungen auch Vorteile, denn er ist es gewohnt, seinen anderen Sinnen deutlich mehr Beachtung zu schenken. Nicht nur wegen meines Studiums der Hörgeschädigtenpädagogik finde ich diesen Thriller sehr interessant.

In „Sieben. Spiel ohne Regeln“ werden die Themen Survival und Mobbing auf eine interessante Art kombiniert. Link ist jahrelang Mobbingopfer. Als er mit seinen Mitschülern auf einer tropischen Insel strandet, sind sie allerdings von ihm abhängig, denn nur er als Nerd hat das nötige Wissen, um zu überleben.

Bisher habe ich von der isländischen Bestellerautorin noch nichts gelesen und würde desqwegen auch nicht mit diesem vierten Band einer Reihe beginnen. Trotzdem klingt „Abgrund“ sehr spannend, so dass ich vielleicht demnächst mal zum ersten Teil „DNA“ greifen werden.

„254 Tage mit Jane Doe“ klingt nach einem wirklich tollen Jugendbuch, das gleichzeitig schön und traurig ist. Ein Coming-of-Age-Roman, der bewegt und unterhält. Die beiden Hauptpersonen scheinen besondere Jugendliche mit Ecken und Kanten zu sein, vielleicht sogar ein bisschen schräg. Das mag ich.

Ich vermute, dass „Das wirkliche Leben“ keine leichte Kost ist. Hauptperson ist ein zehnjähriges Mädchen, das alles dafür tut, um sich und ihren Bruder aus den Fängen des alkoholkranken und scheinbar gewalttätigen Vaters zu retten. Allein der folgende Satz von der Verlagshomepage hat bei mir für Gänsehaut gesorgt: „In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens.“

Nach den „Goodnight Stories for Rebel Girls“ gibt es nun eine Neuerscheinung im Hanser Verlag, die vom Konzept ganz ähnlich scheint. In „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ werden verschiedene junge Menschen in kurzen Portraits vorgestellt, die die Welt ein kleines bisschen besser machen wollen.

Mai

„One of us is next“ ist die Fortsetzung zu „One of us is lying“ und spielt ein Jahr später. Den ersten Band fand ich sehr unterhaltsam und schmökerig, weswegen ich mir sehr gut vorstellen kann, auch den Folgeband zu lesen.

Lust auf einen Roadtrip durch Europa? Dann könnte „The Summer of us“ etwas für dich sein. Das Cover spricht mich total an. Beim Klappentext bin ich mir noch nicht zu 100% sicher, aber bei dtv erscheinen erfahrungsgemäß oft sehr hochwertige und tiefgängige Jugendbücher. Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiter im Hinterkopf haben.

Das Autorenduo Antje Wagner und Tania Witte haben unter ihrem Pseudonym Ella Blix nun ihren zweiten Roman „Wild“ geschrieben. Ich schätze beide Autorinnen sehr und freue mich auf ihr neustes Werk, das mal wieder sehr spannend und mysteriös klingt.

„Das Antiquariat der Träume“ klingt so toll, dass ich es unbedingt lesen möchte. Es geht um Liebe, Verlust und zum Leben erwachte Romanfiguren wie Pippi Langstrumpf und Sherlock Holmes. Hach …. ❤

Der neueste Jugendroman von Anne Freytag handelt von drei grundverschiedenen Jugendlichen an einer Schule. Als plötzlich ein Blog auftaucht, auf dem Julias Gedanken ungefiltert an die Öffentlichkeit gelangen, ist nichts mehr wie es war. „Das Gegenteil von Hasen“ scheint ein Buch über Freundschaft, Mobbing und die eigene Entwicklung zu sein.

Leonie Swann ist bisher vor allem durch ihre Glennkill-Bücher bekannt geworden. In „Mord in Sunset Hall“ sind nicht Schafe, sondern ein paar alte Damen die Hauptfiguren. Wieder muss ein Mörder gefunden werden. Das hört sich nach einem unterhaltsamen Lesevergnügen mit skurrilen Charakteren an.

Juni

Thomas Finn ist mit Sicherheit einer der sympathischsten Autoren, die ich kenne. Gleich nach Michael Peinkofer. Vor allem mit „Aquarius“ konnte er mich begeistern. Nun kommt mit „Bermuda“ ein neuer Thriller von ihm raus, der inhaltlich ein wenig an Lost erinnert.

Endlich mal wieder was Neues von Rachel Cohn und David Levithan. Das Erfolgsduo hat schon viele tolle Jugendbücher gemeinsam geschrieben. Auch „Sam & Ilsa“ hört sich toll an. Die beiden Zwillinge sind für ihre guten Partys berühmt. Zum Highschoolabschluss soll es eine letzte große Party geben. Beide laden drei Überraschungsgäste ein – und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Von Kristina Günak habe ich unter ihrem Pseudonym Kristina Valentin bisher „Garten der Wünsche“ gelesen. Das mochte ich sehr. Nun erscheint „Die Liebe kommt auf Zehenspitzen“ der Autorin und ich bin wirklich neugierig, ob mir auch andere Bücher von ihr gefallen. Vom Klappentext klingt der Inhalt jetzt zunächst etwas kitschig und klischeehaft, aber ich vermute, dass ich auch hier wieder mehr Tiefgang bekomme, als ich erwartet hätte.

 

Bücher

[Bücher] „Der Salzpfad“ von Raynor Winn

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Raynor und Moth haben alles verloren. Dabei waren sie so glücklich. Sie hatten ihre eigene Farm. Ihre Farm. Ihr Zuhause, das sie sich selbst aufgebaut haben. Und dann? Plötzlich stehen sie vor dem Nichts. Dazu kommt noch, dass bei Moth eine tödliche Krankheit entdeckt wurde. Eine neue Bleibe bekommen sie nicht. Was nun?

„Haben wir einen Plan?“
„Natürlich. Wir wandern, bis wir aufhören zu wandern, und vielleicht finden wir unterwegs so etwas wie eine Zukunft.“
(S. 68)

Dies ist die wahre und autobiografische Geschichte von Raynor und Moth. Als die beiden obdachlos werden, beschließen sie, den South West Coast Path zu wandern. Dies ist der bekannteste Küstenweg in England. In dem Buch beschreibt Raynor ihre Wanderung, die den beiden alles abverlangt. Gleichzeitig ist jeder Schritt auch eine Reise zu sich selbst.

„Aber wer war ich jetzt? Wer war Moth? Würden tausend Kilometer reichen, um die Antwort darauf zu finden?“ (S. 40)

Selten stand ich einem Buch so zwiespältig gegenüber. Zwischen den Seiten stecken so viel Weisheit und so viele kluge, schöne und bewegende Worte. Ich glaube, ich könnte auf dem Blog eine eigene Beitragsreihe „Wunderschöne Zitate aus ‚Der Salzpfad'“ beginnen.

Dennoch geht die Handlung etwas schleppend voran. Letztendlich gibt es tatsächlich recht wenig Handlung. Raynor beschreibt ihre einzelnen Etappen und kleine besondere Highlights. Was mich anfangs noch sehr fesseln konnte, wiederholte sich irgendwann etwas zu oft – für meinen Geschmack.

„Wir hätten die Wanderung abbrechen können, aber wir hatten nichts zu verlieren, und es gab einen guten Grund, weiterzuwandern. Hier waren wir frei, zwar den Elementen ausgesetzt, hungrig, erschöpft und durchgefroren, aber frei.“ (S. 211)

Möchte ich euch dieses Buch nun empfehlen oder rate ich davon ab? Doch, lest dieses Buch, denn es ist schön. Es führt den Leser genauso wie Moth und Raynor ein bisschen zu sich selbst. Ich bin den South West Coast Path gemeinsam mit den beiden gewandert. Ich habe auch die Salzluft gerochen und die Sonne auf meiner Haut gespürt. Ja, zwischendurch war es etwas beschwerlich. Manche Strecken waren vielleicht etwas zu lang, aber ich habe gefunden, wonach ich gesucht habe.

 

Unterwegs

[Unterwegs] Früher Sonntagsspaziergang in Herford Diebrock

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Ich finde diese Jahreszeit perfekt zum Wandern und Spazierengehen. Die Sonne scheint (das macht mich sowieso immer glücklich), es ist noch nicht zu warm, um sich zu bewegen, die Natur ist erwacht. ❤ Ich gehe ja besonders gerne morgens los, so dass ich möglichst der Mittagshitze entgehe und die Welt für mich habe.

Am Sonntagmorgen bin ich deswegen um halb neun ins Auto gestiegen, schnell 10 Minütchen gefahren und war dann am Ausgangspunkt für meine Wanderung. Kennt ihr die App Komoot? Die nutze ich in letzter Zeit sehr gerne, weil sie vielfältige Wanderstrecken und viele Vorabinformationen (Länge, Höhenmeter, Wegbeschaffenheit, landschaftliche Highlights) bereit hält.

7 Kilometer bin ich dieses Mal gewandert. Für meinen Geschmack etwas zu wenig durch den Wald, dafür viel an Wiesen und Feldern vorbei. Und das Wichtigste: Weit ab von den üblichen Spaziergehrouten. Auf der ganzen Strecke sind mir nur vier Menschen begegnet. Ein Traum! 😀

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Dieses Mal bin ich ohne den Herzensmann spaziert. Das war auf der einen Seite wirklich praktisch (endlich konnte ich so oft, wie ich wollte, stehenbleiben, um tausend Fotos aus abertausend Perspektiven zu machen), auf der anderen Seite aber auch etwas langweilig. Ein bisschen Unterhaltung, Austausch und vor allem jemand, der sich an meinen Schwärmereien für die Natur erfreut – das ist schon schön. 😉

Auf jeden Fall merke ich, dass es mir gerade in dieser besonderen Zeit gut tut, rauszukommen, mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und neue Eindrücke zu bekommen. Meine Seele braucht das.

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Spiele

[Spiele] Spielen in Zeiten von Corona – meine liebsten Gesellschaftsspiele für zwei Personen (Teil 3)

Und weiter geht’s mit dem dritten und letzten Teil: meine liebsten Gesellschaftsspiele, die man meiner Meinung nach auch gut zu zweit spielen kann. Hier findest du Teil 1 und Teil 2.

Kniffel / Yatzi

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Ich versuche in dieser Reihe auch immer wieder altbekannte Spiele vorzustellen, die es vielleicht auch in einigen Haushalten sowieso gibt. Kniffel ist eines dieser Spiele, das vermutlich sehr bekannt ist. Das Gute ist: Man muss sich, um dieses Spiel gemeinsam spielen zu können, gar nicht in einem Raum befinden. So haben ein Freund und ich erst vor zwei Tagen abends via Skype gemeinsam gekniffelt.
Übrigens: Nie fühle ich mich meiner verstorbenen Oma so nah, als wenn ich Kniffel spiele. Das war die Standardbeschäftigung von ihr und meinem Opa. Die ganze Zeit habe ich ihre Stimme dabei im Kopf, wie sie versucht, die Würfel zu beeinflussen. ❤

Targi

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Targi ist wieder eines dieser Spiele, das explizit für zwei Spieler konzipiert wurde. Das Spiel ist ressourcenbasiert. In jedem Zug kann man sich für unterschiedliche Aktionen entscheiden: Ressourcen erhalten, Stammeskarten sammeln und ablegen oder Gold bekommen. Nur eine geschickte Kombination der Aktionen (und ein bisschen Glück) führen zum Sieg. Ein strategisches und sehr kurzweiliges Spiel rund um Datteln, Pfeffer und Salz.

Flügelschlag

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Achtung: Es folgt viel Begeisterung und Schwärmerei! Der Herzensmann und ich liiiiiieben Flügelschlag. Wir verfolgen die Spiele des Jahres immer ein bisschen und haben damit schon viele gute Erfahrungen gemacht. Flügelschlag ist schon länger auf unserer Liste, aber erst seit ein paar Wochen in unserem Besitz. Seitdem haben wir aber schon unzählige Partien gespielt und sind jedes Mal total begeistert. Das erste Spiel ist noch etwas kompliziert. Die – zugegegebenermaßen nicht ganz kurze – Anleitung ist aber gut strukturiert. Auch dieses Spiel ist ressourcenbasiert, aber durch viele unterschiedliche Aktionen und Kombinationen unglaublich variantenreich. Kein Spiel ist wie das andere.
Worum es eigentlich geht: Mit passendem Futter versucht man möglichst viele (und für einen selbst passende) Vögel herbeizulocken. Diese können dann Eier legen, so dass man noch mehr Vögel erhält. Jeder Vogel hat unterschiedliche Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels für sich nutzen kann.
Hatte ich erwähnt, wie toll dieses Spiel ist? 😉

Fuji

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Auch dieses Spiel haben wir noch nicht sooo lange. Ich habe den örtlichen Spieleladen wirklich seeehr exzessiv und engagiert unterstützt. Fuji ist ein kooperatives Spiel. Ziel ist es, gemeinsam dem Vulkanausbruch zu entkommen. Dies tut man, indem man versucht, möglichst gute (passende) Würfelergebnisse zu erzielen und sich dabei abzusprechen, ohne konkrete Zahlen oder Farben zu erwähnen. Das klingt gerade vermutlich erstmal eher kryptisch, ist in der Durchführung aber kurzweilig und interessant. Insbesondere, weil die Spieler gleichzeitig agieren und so wenig Wartezeit entsteht. Spielt man dieses Spiel zu zweit, muss man eine dritte Spielfigur als Dummy mitlaufen lassen. Hierfür gibt es zwei Varianten im Spiel.
Die ersten Male haben wir Fuji (unbewusst) nach falschen Regeln gespielt. Da war es zunächst seeehr einfach. Danach wurde es fast etwas zu schwer – allerdings hatten wir wieder eine der Regeln falsch verstanden. Richtig gespielt haben wir es erst ein Mal, aber das klappte ganz gut. 😀
(Nur weil der Herzensmann hier mitliest, kann ich nicht ganz deutlich sagen, dass es nicht mein Fehler war, dass wir nach falschen Regeln gespielt haben. 😉 Ich liebe dich! 😀 )